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/tinkerbell/ - Gnosis für Fortschreitende

› Souverän ist, wer über die Wellen des Raumes verfügt ‹

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 No.106

>Gib mir einen Punkt, wo ich hintreten kann, und ich bewege die Erde

In der Philosphie ist schon lange ein toter Punkt erreicht, wenn man glaubt, dass alle Betrachtung von Standpunkt abhängig ist. Mit dem Nihilismus wurde der auf eindimensionaler Ebene letztgültige (d.h. theologische) Standpunkt erklommen: die Sackgasse.

Durch das Internet, oder das Internet in potentia, oder das ideale Internet bekommt die Betrachtung der Welt einen neuen Standpunkt hinzu, bzw zwei:

1) Eine Metasicht auf die Welt als eine Option(die seit der Moderne als alternativlos galt)

2) Eine Sicht auf die neue Welt

Womit man mit 2) wieder am Anfang ist. Im Lichte der neuen Welt - und _auf_ die neue Welt muss die gesamte Ideengeschichte nocheinmal neu angewendet werden.

Jenseits der Kosmologie (die in diesem Falle rein technisch ist) kann mit Platon begonnen werden, mit dem Höhlenngleichnis, der Ideenwelt, dem Idealismus.

Let's try

 No.139

>Jenseits der Kosmologie (die in diesem Falle rein technisch ist) kann mit Platon begonnen werden, mit dem Höhlenngleichnis, der Ideenwelt, dem Idealismus

Das ist ja grad das Interessante, die gebündelte Metaphysik des Internets, in dem nur das Logos eine Rolle spielt, befreit von der Befängnis der alten Welt. Nun ja, fast. Letztendlich reden wir hier von der Idealisierung des Internets, und so sehr es auch eine Anders-Welt ist, sind wir doch immer noch ein Teil physisch– das Internet ist daher ein Ozean für uns, in dem wir vielleicht schwimmen können, aber nicht leben. Legen wir dies ab, so können wir die Anders-Welt als losgelöst betrachten. So bleibt uns leider nichts anderes übrig als die Welt immer noch als alternativlos zu betrachten. Dennoch, wir sind Idealisten, und daher sollten wir definitiv zu einer alternativ-reichen Welt schauen!


 No.140

>>139

>das Internet ist daher ein Ozean für uns, in dem wir vielleicht schwimmen können, aber nicht leben.

Ich denke, dieser Anspruch ist ein zu hoher. Der buddhistische Mönch, der Traumtänzer oder der Heroinjukie; keiner der aufgezählten hatte zu keiner zeit soviel Möglichkeit, so eine Fülle an Dimension(en) an der metaphysischen Partizipationen als der Freilaurer. Zum Essen und zum Kacken geht man IRL. Das ist klar. Aber konnte der Mönch in seinen kühnsten Träumen denn mit den anderen Meditierenden kommunizieren?

Da ist mehr Potential, denke ich, vorhanden, als man denkt.


 No.141

>>106

>>139

>>140

https://en.wikipedia.org/wiki/Ultramontanism

Man möchte an Link relatiert denken sofort.


 No.143

>>139

> das Internet ist daher ein Ozean für uns, in dem wir vielleicht schwimmen können, aber nicht leben.

https://en.wikipedia.org/wiki/Aquatic_ape_hypothesis

(≖⁀≖ )


 No.230

Ich versuche mich ein bisschen in scholastischen Dualismus einzulesen und reportiere dann ein.

These: Wie sich im mittelalterlichen Denken der Leib zur Seele verhält er ist des ewigen Dinges zeitliches Heim so steht die reale Welt zum Internet.


 No.269

File: 1458595840092.jpg (11.94 KB, 236x163, 236:163, ac1a0cf75daea1f13dfce08b83….jpg)

https://en.wikipedia.org/wiki/Simulacra_and_Simulation

Relevant von Poststrukturalismus her.


 No.291

Das Internet ist der hegelianische Weltgeist.




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